Visuelle Kommunikation studieren nach dem Abschluss in Bildender Kunst?

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lowlife
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Visuelle Kommunikation studieren nach dem Abschluss in Bildender Kunst?

Hi!
Ich habe diesen Account wohl vor Beginn meines Studiums erstellt und Fragen zur HfBK Dresden zu stellen. Nun bin ich hier, um 8. Semester, und merke mehr und mehr, wie wenig ich das Gefühl habe, dass mir dieses Studium längerfristig etwas bringt. Ich habe schon relativ früh angefangen, mich primär mit Text/Typographie zu beschäftigen und habe ab einem bestimmten Punkt im letzten Jahr mehr und mehr die Aufgabe übernommen, Veranstaltungsplakate o.Ä. zu erstellen und gestaltete mit einem befreundeten Grafiker zusammen den diesjährigen Diplomkatalog.

Was mir in diesem Studium tatsächlich sehr fehlt ist eine handwerkliche/grundlegende Auseinandersetzung mit dem, was mich interessiert. Sprich: Ich befasse mich selbstständig mit Grafikdesign, breche dabei auch fortwährend Regeln – würde es gleichzeitig aber gut finden, diese Regeln zu lernen, bevor ich sie breche, und genau das ist an meiner Hochschule nicht der Fall. 

Es ist einfach so, dass ich denke, dass ich nach dem Abschluss des Studiums im kommenden Jahr (dann bin ich 23) nicht denke, dass es das gewesen sein kann – gleichzeitig stelle ich mir die Frage, ob ich denn bereits so im Bereich Grafikdesign arbeiten könnte, ohne dieses Studium noch einmal zu absolvieren. 

Ich werde mich wohl definitiv an der Rietveld Academie, in Leipzig, Offenbach und Berlin bewerben, würde aber euch gerne um Rat fragen, ob ihr vielleicht in einer ähnlichen Situation wart oder für mich einen Tipp habt.

Ich habe auf die Schnelle mal diesen sehr Basic Tumblr angelegt, damit ihr einen Überblick bekommt über das, was ich mache: https://folio11excerpt.tumblr.com

Danke schonmal! 

 

Edit: Sorry, ich hab jetzt erst das Thema »Weiterstudieren« gesehen. Gerne verschieben, sofern möglich.

sixoldshoes
Beiträge: 354

Hi^^,

ja Quereinsteiger gibt es immer, habe da persönlich auch eher eine zweitgeteilte Meinung dazu. Okay ich habe deine Sachen gesehen. Grafisches Talent, ein gewisses Auge für Harmonie, kein problem. Meine Empfehlung und das wirklich, mach das Studium. Du bist jung 23 Jahre(?), das ist kein Alter du verlierst nichts. Du wirst einfach so viel mehr lernen und kennenlernen, alleine für Typografie würde ich es schon machen denn der Schrifteinsatz in deinen Arbeiten ist noch nicht optimal, zudem auch sehr viel Wiederholung in der Elementanordnung. Warum willst du deine Talente so sehr beschneiden und mit dem was du bisher kannst auf dem Markt gehen, während du so viel mehr erlernen könntest? Ich würde ganz klar das Studium machen.

Ich hoffe das hilft dir^^

bis dann.

palmengiessen
Beiträge: 19

Hey :) 

Ich würde ebenfalls sagen, studier nochmal! Grade an der richtigen Uni wird es bestimmt Spaß machen und deine bisherigen Sachen gut ergänzen. 

Was für eine Typo hast du beim Jan Jelinek poster benutzt :)? 

Bild des Benutzers Blacksmith
Blacksmith
Beiträge: 3384

Auch wenn ich mich meinen Vorredner durchaus anschließen kann, auch weil du noch jung bist, noch einen B.A. im Grafikbereich zu machen...

Du schließt demnächst ein akademisches Studium ab. Dies bemächtigt dich, dich mit jeglicher Aufgabenstellung außeinander zu setzen und dich selbst in einem Bereich fortzubilden. Auch wenn "Kunst" jetzt nicht unbedingt als strategisches oder organisatorisches Fach empfunden wird, solltest du doch auch dort "wissenschaftliche" Fähigkeiten erlangt haben, die dir soetwas ermöglichen. Daher wäre es für dich sicher interessant/hilfreich, vor dem "Grafik" - B.A. noch ein ausgedehntes Praktikum zu machen oder in dem Bereich zu Arbeiten.
Evtl. wirst du dir dann über die Fachrichtung, bzw. die Spezialisierung in dem was du dort vorhast noch etwas klarer.
Die benannten Schulen haben doch schon ihre speziellen Eigenheiten, und je nachdem welche HS du mit "Berlin" meinst, sind die doch alle eher künstlerisch ausgerichtet.
Du sprichst aber von "Grafikdesign". Grafik im künstlerischen und Grafik im Design sind doch, eben was die von dir benannten "Regeln" angeht, schon unterschiedlich.
Daher wäre ein Designstudium (GD/KD/VK) vielleicht besser als eine künstlerisches Studium.

Erste Schritte - hiermit fängt alles an.

lowlife
Beiträge: 38

Vielen Dank erstmal für die Rückmeldungen euch! Ich habe entschieden, dass ich auf jeden Fall noch einmal studieren werden, nur hat sich nun mein »Problem« ein wenig verlagert (s.u.). 

 

[quote=palmengiessen]

Was für eine Typo hast du beim Jan Jelinek poster benutzt :)? 

[/quote]

»Typo Grotesk« heißt die Font!

Eine der Fragen, die ich mir hauptsächlich stelle, ist, ob es sich überhaupt lohnt, mein Studium zu beenden. Ich habe mehr und mehr das Gefühl, dass ich vor allem innerhalb des vergangenen Jahres nichts neues dazu gelernt habe – meine Zeit verbringe ich primär in Siebdruck und mit der Beschäftigung mit meinen Bewerbungsmappen und die Motivation, tatsächlich im Kontext meiner derzeitigen Kunstakademie weiterzuarbeiten, hält sich in Grenzen. 

Wäre es besser, wenn ich das Diplom abschließe? Derzeit ist mein Plan der, dass ich mich an der HFG Offenbach, der HGB Leipzig, der Rietveld Academie, an der UDK und eventuell and der ECAL in Rennens, an der Hochschule Luzern, an der WdKA Rotterdam, an der Burg Halle und am Bauhaus in Weimar bewerbe. Das ist eine ziemliche Liste an Hochschulen, –Favoriten wären die ersten drei Optionen – und da ich derzeit mehr als genügend Zeit habe, um zig Mappen anzufertigen, ist das nicht das Problem; nur weiß ich nicht, ob ich das Diplom nur mache, wenn ich überall abgelehnt werde (ich denke ich kann zuversichtlich genug sein, um zu wissen, dass das nicht passieren wird) oder soll ich das Diplom trotzdem mitnehmen, obwohl ich eine Zusage habe? 

In Leipzig würde mich ein abgeschlossenes Studium beispielsweise 500€ extra pro Semester an Studiengebühren kosten, weshalb ich mir diese Frage ernsthaft stelle. Denn ich gehe einfach nicht davon aus, dass ich dann das Design-Studium abbrechen würde, komme was wolle – nur hemmt mich derzeit der Gedanke daran etwas, dieses Studium »nicht abzuschlien«/zu »versagen«. 

Außerdem überwiegt derzeit die Frustration mit meinem derzeitigen Studium, weshalb ich nicht weiß, ob ich wirklich einfach nur des Diploms wegen etwas abschließendes liefern soll, oder ob ich einfach abbrechen sollte. 

__

Was mir bei einem Grafikdesign- bzw. Visueller Kommunikation-Studium am wichtigsten ist, ist zum einen, dass ich im Grundstudium wirklich wichtige Grundlagen lerne, ein »Handwerk« vermittelt bekomme und aber dann später trotzdem die Möglichkeit habe, in »Klassen«/Kursen zu studieren, die einen eher experimentellen Ansatz haben und auch trotzdem noch die Nähe zur Bildenden Kunst besteht (bsp. Systemdesign an der HGB Leipzig, Eike König oder Sascha Lobe an der HFG, Fons Hickmann an der UDK, usw.). Ich hatte in meinem Studium nie ein Grundstudium, da ich direkt in eine Klasse gekommen bin und muss sagen, dass mir damals mit 19 diese Orientierung schon noch einmal gut getan hätte.

 

yaasmiyn335
Beiträge: 1

Eike König is a renowned designer known for his unique approach to design. He encourages us to seek alternative perspectives and think outside the box. By being creative, as you can see on blog.depositphotos.com we can discover new and innovative ways to design. Koenig's work reminds us that the possibilities of design are limitless, and it is through experimentation and open-mindedness that we can truly push the boundaries of what is possible.

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