Test Juni 2019

Informationen zur Prüfung: 

Ich wurde für den Studien Gang: Kunst - Medien - Kulturelle Bildung (MA) am Fachbereich 9 der Goethe Uni Frankfurt geprüft. An dieser Prüfung nehmen gleichzeitig alle Bewerber*innen für Lehramt und auch für den Bachelor teil! 

Alle hatten die selben Prüfungsbedingungen und niemand wird vor der praktischen Prüfung ausgeschlossen, wenn die Mappe nicht gefällt. Man hat die Gelegenheit die Mappe abzugeben und an der Prüfung teilzunehmen und erst danach wird gewertet, was ich persönlich als sehr fair empfinde.

Abzugeben war eine Mappe mit 20 Arbeiten, bei welchen eine Auseinandersetzung mit einem speziellem Medium oder einem Thema ersichtlich wird. Ich fand nicht, dass ich dieser Vorgabe super gefolgt bin, da ich verschiedene Medien und verschiedene Motive und Themen hatte, aber es hat trotzdem geklappt. Die Mappe braucht eine schriftliche Begründung für die Studienwahl, sowie Lebenslauf und Inhaltsverzeichnis mit Entstehungsdatum, Größe des Bildes und Materialangabe. 

Darüber hinaus gab es 2 Prüfungstage mit einem Tag Abstand dazwischen - d.h.: Montag Prüfung (praktisch & Mappenabgabe), Dienstag frei, Mittwoch (Gespräch, Mappenrückgabe). 

 

Aufgabenstellung / Ablauf der Prüfung: 

Die Prüfung Tag 1 (Montag)

Die Prüfung am Montag bestand aus der Mappenabgabe und einer Prüfungsaufgabe, für die wir 2 Std Zeit hatten.

Die Aufgabe bestand darin 2 Arbeiten anzufertigen, die im Zusammenhang mit dem Gebäude des Instituts bzw. dem Gelände stehen. Die Prüfungsleiter*innen hatten betont, dass sie die Aufgabenstellung dieses Mal bewusst offener gehalten haben - scheinbar war das in den Vorjahren anders. Da das Institut 3 Schwerpunkte anbietet (Malerei & Grafik, Plastik, Neue Medien) sollten entweder:

1 Malerei / Zeichnung & 1 Fotografie,

1 Fotografie & 1 Collage 

oder

1 Collage & 1 Malerei / Zeichnung

angefertigt werden.

Zusätzlich musste kurz schriftlich erklärt werden warum wir uns für das gewähte Motiv entschieden haben. 

Jede*r durfte sich während der Prüfung auch vom Gelände bewegen - einige wollten selbst geschossene Fotos bei DM ausdrucken und für die Collage verwenden - das war z.B. auch erlaubt, konnte aber durchaus zu zeitlichen Schwierigkeiten führen.

Uns war bei der Mappenabgabe eine Mappennummer und eine Raumnummer zugeteilt worden. In diesem Raum arbeiteten mehrere Prüflinge gleichzeitig - bei mir war es ein recht großer Raum mit etwa 20 Leuten. Dort sollten wir unsere Arbeit am Ende auch liegen lassen (nummeriert mit der Mappennummer).

In den Räumen befanden sich keine prüfenden Personen! 

 

Die Prüfung Tag 2 (Mittwoch)

Mit einem Tag Abstand sollte wir alle Mittwochs um 10 Uhr wieder zum Punkt der Mappenabgabe. Es hieß in der Einladung und auch am Montag, dass es im Anschluss an die Mappenrückgabe für einzelne noch ein Gespräch geben wird. Diese Gespräche haben NICHT stattgefunden! Entweder stand niemand auf der Kippe oder es war den Prüfenden einfach zu heiß! 

Jedenfalls wurden also an diesem Tag nur die Mappen zurück gegeben. Dabei bekommt jede*r dann auch einen Zettel auf dem steht, ob man bestanden hat oder nicht. 

 

Meine Anmerkungen / Tipps zur Prüfung:

Schade fand ich, dass mir (und anderen auch) aus der Einladung zur Prüfung nicht klar wurde, dass man nicht nur eine Kamera mitbringen kann, wenn man Lust hat, sondern es eigentlich sehr hilfreich wäre eine dabei zu haben. Ich dachte, dass dieses "kann" bedeutet, dass ich die Aufgabe z.B. auch nur mit zeichnerischen Mitteln lösen kann. Hätte ich eine Kamera gehabt, hätte ich sicher auch Fotos gemacht, statt einer Collage. Leider habe ich dazu auch nur das mitgebracht was auf der Liste stand (was auch im Sinne der Prüfung war) - so musste ich die Collage also mit dem anfertigen, was ich im und ums Gebäude herum fand. Viele andere hatten sich Extramaterial eingepackt und waren besser ausgestattet. Mir wurde das nicht zum Nachteil, aber wenn man Prüfungsangst hat oder so, sollte man besser noch was extra einpacken - für alle Fälle.

Die Zeit hat für mich gereicht, aber ich würde sagen, dass es knapp war. Einige waren bis zu den letzten Sekunden am arbeiten. Leute, die Fotos gemacht hatten, waren meist sehr viel schneller fertig. Die Zeit sollte man sich gut einteilen! 

Die Atmosphäre war super! Ich hab Stress selten als so angenehm empfunden. Es war einfach so eine produktive Stimmung und irgendwie ein cooles Gefühl, dass wir alle gerade genau das machen was wir mögen und gut können. Es war sehr nett sich vor und während der Prüfung mit anderen auszutauschen. Wir haben dann auch zusammen dem Augenblick der Wahrheit entgegen gefiebert. 

Ich fand es etwas komisch, dass wir nach der Prüfung einfach die Arbeiten in dem uns zugewiesenen Raum liegen lassen sollten und die Prüfung dann einfach vorbei war. Es gab kein offizielles Ende oder ähnliches.

 

Insgesamt fand ich die Prüfungsaufgabe etwas abstrakt und als mir im Nachhinein andere sagten, dass sie sich auch in Gießen beworben haben (Lehramt) und dort der Kontakt zu den Lehrenden enger war, man also auch viel mehr eine Rückmeldung bekommen hat, fand ich das schon schade. Trotzdem waren alle sehr nett! 

Gerne könnt ihr auch einen Blick in meine Mappe werfen! 

 

Kommentare

Hallo!
da ich mich für die Kunsteignungsprüfung beworben habe, um dann im besten Fall den Master machen zu können, würde ich super gerne einen Blick in deine Mappe werfen!
Liebe Grüße

Danke für deinen Einblick, mich würde deine Mappe auch sehr interessieren, da ich mir auch überlege, mich in Frankfurt für Kunst-Medien-Kulturelle Bildung zu bewerben.

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