Mediendesign Thema Bachelorarbeit

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Franziska Samir...
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Mediendesign Thema Bachelorarbeit

Hallo liebes Forum,

das ist mein erster Beitrag und ich hoffe, dass ihr mir weiterhelfen könnt. 

Vor vier Wochen musste ich das Thema für meine Bachelorarbeit abgeben. Ich mache mir schon seit dem 2./3. Semester darüber Gedanken, was mir liegt und welches Thema so umfangreich ist, dass es 60 Seiten füllen kann. Bei gestalterischen Arbeiten wie zum Beispiel eine Konzeption und Umsetzung einer App sind es um die 40 Seiten. 

Mit meiner Dozentin hatte ich natürlich auch schon gesprochen, die mir ein Thema vorgeschlagen hat (was ich auch vorerst abgegeben habe, aber ändern möchte):

Entwicklung eines Markenkonzepts für eine Systemgastronomie im Bereich Superfood

Eigentlich finde ich das Thema ganz gut, aber überzeugt bin ich nicht, weil ich nicht mal ansatzweise wüsste, was ich dazu schreiben könnte... ich lese viel in der Page oder suche nach Inspirationen für ein Thema bei Behance oder Design made in Germany. Vielleicht bin ich auch zu kritisch?!

Lange Rede kurzer Sinn: seid ihr in letzter Zeit auf Themen gestoßen, die ihr interessant fandet und sich für eine Bachelorarbeit eignen würden? Ich bin dankbar für jede kleine Idee!

Danke im Voraus!

Eine letzte Änderung des Themas ist bis Mitte August möglich.

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Blacksmith
Beiträge: 3342

Hier unter Studierenden-Projekthilfe ist die Frage sicher besser aufgehoben als unter Bewerber-Prüfung.

Vielleicht mal ein paar grundlegende Punkte zu so einer Abschlussarbeit:

Auch Gestalter machen eine wissenschaftliche Abschlussarbeit. Dabei stellt man eine Behauptung auf (These) und versucht diese dann zu belegen. Man kann auch zu dem Ergebnis kommen das man falsch lag mit seiner Behauptung, das ist nicht schlimm. Der Weg ist das Ergebnis. Zumindest grob gefasst ist das der Kern der Thesis. Leider sieht man viel zu viel "bunte Bildchen" als Abschlussarbeit. Muss jeder selbst wissen, egal ob Prüfer oder zu Prüfender.

Daraus ergibt sich aber auch, das Page und dmig (und Vergleichbares) sicher für den Daily-Nerdtalk oder als Inspirationsquelle dienen können, aber nicht Recherchequelle für eine wissenschaftliche Arbeit. Dazu solltest du diesen Raum aufsuchen, wo irgendwelche verückten Wilde Papier mit Zeichen versehen und systematisch geordent haben.

Und dann sind 60 Seiten einfach mal ratzfatz voll.
In Bezug auf deine momentane Aufgabe können das schonmal 20 Seiten sein mit der Frage "was ist/wie funktioniert Systemgastronomie" und 20 weitere Seiten für "was ist/was macht Superfood". 20 Seiten "was macht eine Marke aus" sind auch noch drin. Und dabei bist du noch nichtmal an der eigentlichen Aufgabe.
Schlagwort ist "dig deeper". Du must in deine Thesis für jmd. erklären der Absolut keine Ahnung hat. Dazu gehört auch die psychologische Wirkung der Wandfarbe auf den Kunden in deiner Gastro. Und selbst dazu kann man eine Thesis mit 60 Seiten machen.

Zu deiner bestehenden Aufgabe und deiner Frage nach einem Thema:
Warum hast du die Aufgabe gewählt/angenommen? Was verbindet dich mit der Fragestellunge? Hast du keine Interessen die als Alternative herhalten können? Warum lassen dich deine Prüfer so im Regen stehen und geben dir eine Aufgabe anstatt dir beizubringen wie man sich eine Fragestellung erarbeitet? Warum hast du diese Prüfer gewählt? ...
Wie auch immer, bedenke das dies die letzte "freie" Arbeit ist bei der du dich frei entfalten kannst und noch ein letztes Mal die Sau rauslassen kannst (thematisch). Und das ist die letzte Möglichkeit dein Portfolio zu gestalten,
und etwas - wirklich gutes - für deine zukünftigen Arbeitgeber zu zaubern. Die Thesis ist der Türöffner für den Job, der Rest aus dem Studium nettes Beiwerk.

Damit will ich jetzt keine "Panik" auslösen, je nach Einzelfall trifft es auch nicht exakt so zu, aber du solltest dennoch mal in dich gehen und überlegen wohin die Reise gehen soll. Jetzt hast du noch die Hand an der Weiche und kannst die Reise beeinflussen.

Surf doch mal durch die Seiten der dt. Hochschullandschaft, mittlerweile werden immer mehr Absolventenarbeiten online präsentiert. Evtl. bekommst du da ein besseres Gefühl was man machen kann.

Und zu guter Letzt, dein Leitgedanke muss sein: "Klotzen, nicht kleckern!"
Es kann nicht zu groß, eindrucksvoll, besonders, spektakulär, schwer, einzigartig und weltbewegend sein.
Wie gesagt, es ist das letzte Mal... lass ihn raus den Tiger!

Erste Schritte - hiermit fängt alles an.

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