Kreativität unter Druck - Passt das Studium zu mir?

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tanz.marie
Beiträge: 1
Kreativität unter Druck - Passt das Studium zu mir?

Hallo zusammen!

Ich bin momentan am überlegen Media & Interaction Design an der HS Osnabrück zu studieren. Ich male und zeichne schon immer liebend gerne und arbeite sehr gerne mit Photoshop und Indesign. Auch die Module des Studiengangs sprechen mich vollkommen an.

Nun habe ich ein winziges Problem: Ich kann einfach nicht unter Druck arbeiten. Ich arbeite schon länger an meiner Mappe, komme aber nicht vorran. Ich kriege einfach keine Konzepte entwickelt, bin mit allem was ich erschaffe unzufrieden und verwerfe es wieder. Ich fühle mich mit der ganzen Sache etwas überfordert.

Das macht mich skeptisch ob ein Design Studium trotz meines deutlichem Interesse an dem Thema das Richtige für mich ist und ich dieses Hobby zum Beruf machen möchte. Wenn ich für mich privat male und kreativ sein kann sprudeln die Ideen nur förmlich aus mir raus- während ich nach 3 Wochen noch keine einzige vorzeigbare Arbeit für meine Bewerbungsmappe habe.

Gibt es hier Leute denen es in der Bewerbungsphase ähnlich gingen oder mir Tipps geben können? Ich wüsste einfach gerne ob eine Bewerbung sinnvoll ist oder ich es sofort einfach "lassen kann".

Liebe Grüße an Euch alle,

Marie

parkgalerie
Beiträge: 1078

Hallo Marie,

genau dafür ist eine Bewerbungsmappe doch da. du sollst doch nicht zeigen, dass du den Superoschi an Mappenarbeit hinlegen kannst, sondern du sollst für Dich Formen finden, wie du kreativ produktiv arbeiten kannst und in deiner Mappe zeigen, dass du dich in einem Arbeitsprozess befindest.

Das kann man lernen und genau dass muss wohl eben jeder lernen. Alle Leute, die zu mir neu in den Mappenkurs kommen, können es auch nicht. Ein prozesshaftes Arbeiten wird einem eben in der Schule überhaupt nicht beigebracht. Alle müssen das neu lernen.

Verabschiede dich von der Idee des Konzepts. So funktioniert kreative Entwicklung nicht. du kannst nicht einen Plan machen, den du dann nur noch anfertigen must. die guten Ideen kommen erst Beim Arbeiten. eine Mappe ist eine Entwicklung, die du durchläufst. Du must lernen, auf das zu reagieren, was dir bei der Arbeit an deiner Mappe so passiert. Lass dich auf die Idee ein, dass das Ergebnis deiner Arbeit ganz andest aussehen wird, als das, was du geplant hattest.

Lass zu, dass viele Arbeiten skizzenhaft und experimentell und meist auch ein bisschen gescheitert bleiben.

Du brauchst dazu Hilfe. Suche dir Menschen, mit denen du deine Arbeiten diskutieren, mi denen du über deine Werke streiten kannst. Vieleicht findest du Leute, die sich ebenfalls bewerben möchten und sich gerne mit dir zusammen auf ein Studium vorbereiten. Einzelkämpfer versauern regelmäßig in ihrem stillen Kämmerlein.

Drei Wochen sind keine Zeit. Eine vorzeigbare Mappe dauert viel, viel länger. Nimm und gönne dir die Zeit, dich zu entwickeln, dich selbst zu verwirklichen.

Klaus

 

Kostenlose Mappenberatung am 6.9.19 in der parkgalerie berlin
http://www.parkgalerie-berlin.de/Atelierprogramm.htm#Mappenberatung

jamesdkirk
Beiträge: 59

Ja das kann ich nur bestätigen und weißt du was, es wird immer leichter.

Zuersteinmal wird die Drucksituation irgendwann keine mehr sein, wenn du genug Kompetenz aufgebaut hast.

Ich finde Klaus hat hier schon das zentrale Thema angesprochen : Spontanität.

 

Immer dann wenn du nicht weiterkommst lass dir mehr Freiraum in der Umsetzung und mache aktiv Fehler / Zufallselemente.


Wir mit unseren begrenzten Gedankenlauf glauben alle Lösungen im Kopf parat zu haben, aber nunja so geht es nicht.
Suche dir Zufallstechniken heraus. Farbe auf blatt Kippen, Frotagge und dann nachbearbeiten, was auch immer.

Bringe den Zufall aufs Blatt.
Dann arbeite damit und füge etwas absichtsvoller Elemente hinzu.
Behalte das was dir gefällt.
Und das ganze Spiel von vorne.


Mappenkurse können sehr hilfreich sein, weil sie einen Raum bieten wo du dich voll fokussieren kannst und jemand da ist, der Vorschläge mit einbringt und dein Wachstum begleitet. 


 

 

 

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