Azubi, 29, Fragen zur Finanzierung Stud. VK, Bafög + Basparv

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hellkitten
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Azubi, 29, Fragen zur Finanzierung Stud. VK, Bafög + Basparv
Hallo zusammen,

ich mache gerade eine Ausbildung zur Mediengstalterin und möchte danach VK studieren. Es ist allerdings schon meine 2. Ausbildung, ich bin nach der Ersten 5 Jahre im Büro rumgedümpelt bis ich mich getraut habe, das zu machen, was ich eigentlich schon immer wollte. Daher bin ich 29 wenn ich die Ausbildung abgeschlossen habe.

Meine Eltern (Rentner) werden mich nicht weiter unterstützen, aber gerade habe ich gelesen, dass ich - wenn ich den Studienzugang aufgrund meiner beruflichen Qualifikation erhalte (ohne Abitur, hab nur das kaufmännische BK II als "staaatl. gepr. Wirtschaftsassistentin" abgeschlossen), würde ich elternunabhängiges Bafög bekommen können.
Während meinem 1. Job habe ich mir fleissig einen Bausparvertrag für eine Immobilie zusammen gespart (ca 10.000€). Tjoah, und der wird mir beim Bafög jetzt zum Verhängnis. Und natürlich will ich den jetzt nicht auszahlen lassen, ohne ihn für eine Immobilie in Anspruch zu nehmen.

Gibt es noch weitere Möglichkeiten sich staatlich unterstützen zu lassen?
Oder scheitert das auch gleich am vorhandenen Vermögen?
Oder gibt es irgend eine Möglichkeit das Geld zu "retten"? Weil selbst wenn ich mir eine Wohnung kaufen würde, müsste ich ja den Darlehenszins zurück zahlen (läuft das dann als Schulden? ^^) bzw. die Bleibe würde angerechnet werden :(
Mit einem 400€ Job alleine würde ich kaum über die Runden kommen und eine VK Studentin hat mir aufgrund der Projektarbeiten auch davon abgeraten.

Hat mir jemand Tipps?
Wo kann man sich am besten informieren? Direkt bei der FH, städtisches Sozialamt/Rathaus?! Oder doch am Studienort?

Fragen über Fragen :/

Edit: Wenn ich mich nebenher selbständig machen, also ein Gewerbe anmelde, wie sieht es dann aus? Gibt es eine Einkommensgrenze?
joker
Beiträge: 562
Hi Hellkitten,

erst mal Hut ab das du das machst, finde es auf jeden Fall richtig seinem Herzenswunsch zu folgende.
Deshalb glaube ich auch nicht das, dass Geld verloren ist ;) "Oder gibt es irgend eine Möglichkeit das Geld zu "retten"? "
Generell ist die staatliche Unterstützung ja dafür da Leuten zu helfen die wirklich nichts haben ... also denke ich muss man sich entscheiden ob man das Geld in sich investiert oder in eine Wohnung. Wenn du VK machst, kann es auch sein das du am Ende ganz woanders hin willst, sprich ein Eigenheim würde dir evtl. nicht viel bringen.
Mir ging es damals ähnlich und ich hab mich dafür entschieden das ich das Geld in die Ausbildung butter und nebenbei in den Semesterferien arbeiten gehe.
Der Steuerfreibetrag beträgt momentan so um die 7800 Euro. Also wenn du das verdienst (im Jahr), dann musst du keine Steuern zahlen. Allerdings kommen da noch Ausgaben die du für deine Ausbildung ausgibst sowie Arbeitsmaterialen oben drauf. Sprich, wenn du dir Verbrauchsmaterialien wie DVDs, Papier ... für 100 Euro kaufst steigert dies deinen Freibetrag auf 7900 ... diese Angaben mal ohne Gewähr... am Besten redest du da noch mal mit jemanden der viel Ahnung hat (Finanzamt, Steuerberater).
Meiner Erfahrung nach, kommt man mit ca. 600 Eur / Monat über die Runden. Dies kommt dann aber noch auf Studiengang (bei mir ID), Hochschule und Projekte an.

Hoffe die Infos helfen dir etw. weiter.
hellkitten
Beiträge: 6
Danke für deine Antwort.

Naja, und am Ende steh ich nach dem Studium (sollte ich denn aufgenommen werden und es packen ;) ) ohne Job da und der Bausparvertrag ist dann auch futsch ;) Ich hatte halt während ich ausgelernt gearbeitet hatte nie mehr Geld wie ein Azubi zur Verfügung, weil ich die Hälfte meines Lohns gespart habe, und angenommen ich hätte sofort studiert, hätte ich auch kein Kapital gehabt dass auf das Bafög angerechnet werden könnte. Und das ärgert mich eben, aber das ist natürlich meine subjektive Sicht der Sache und wird das Bafögamt und Konsorten wenig jucken ;)
Großartig weg zu ziehen hab ich eigentlich nicht vor bzw. peile ich das Eigenheim sowieso erst nach dem Studium an.

Und das hat geklappt mit dem Nebenjob und den Projekten?
Ich hab halt nach wie vor die Angst, dass ich das Studium nicht pack, vor allem wenn mir dann Zeit zum Lernen flöten geht. Aus der Schule bin ich ja schon seit bald nem Jahrzehnt (oioioioi, klingt böse!) draußen und die Berufsschule ist jetzt auch nicht grad extrem anspruchsvoll im Vergleich zum Berufskolleg ^^
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Blacksmith
Beiträge: 3372
Du wirst es sehen ob DU es neben dem Studium schaffst zu arbeiten, bzw. wieviel.
Das hängt einfach auch davon ab wie es dir "zufällt" oder wo dein Anspruch liegt.

Es gibt ja die verschiedensten Möglichkeiten sich etwas Luft zu verschaffen:
Kein Privatleben, kein Wochenende, 24 St. Tage
Ab dem Zeitpunkt wo das Studium nicht mehr so gelenkt ist einfach mal nur 3 Tage die Woche Kurse belegen und dafür 8Semester studieren.
usw.

Mit Distanz zur Schule, und aus dem Beruf kommend, hast du es sicher leichter als die Schüler.

Kannst du den Bausparvertrag nicht überschreiben? Also nicht an jemanden anderes, das wäre ja illegal soweit ich weiß.
Sondern in eine andere Form (Rentenirgendwas) die nicht angerechnet wird.

Ansonsten frag die Versicherung oder Bank ob die da ne Idee haben.

Wenn nicht sieh es als frühes Schulden zurück bezahlen und starte vielleicht 1-2 Semester später mit dem Bafög.

Wie gedenkst du dich den Krankenzuversichern?

Erste Schritte - hiermit fängt alles an.

hellkitten
Beiträge: 6
Also Wochenende und Privatleben sind mir ziemlich wichtig, das sollte im Regelfall wenns nicht grad eine Projektphase ist, nicht wegfallen wegen einem Nebenjob.
Und in Anbetracht meines Alters will ich das Studium so zügig wie möglich durchziehen, irgendwann will ich ja auch auf eigenen Beinen stehen.
Sind also beides Notlösungen :wink:

Über die Krankenversicherung hab ich mir bisher ehrlich gesagt gar keine Gedanken gemacht, da ich während der Schule familienversichert und ab der ersten Ausbildung ganz normal bei einer Gesetzlichen versichert war. Gibt es da nix spezielles für Studenten?
Also grad mal die KK anrufen...

Den Bausparvertrag - so hab ichs zumindest schon in diversen Foren gelesen - kann man irgendwie in ein Darlehen umwandeln, also jemandem verkaufen und das Geld halt ausgeben und Belege beilegen.
Ich habe mir vor ca. zwei Jahren ein Auto gekauft für den neuen Job, das Geld dafür habe ich von meinen Eltern geliehen, allerdings ohne Beleg oder schriftliche Vereinbarung.
Werd auf jeden Fall mal bei meiner Bankberaterin anrufen.

[quote]Mit Distanz zur Schule, und aus dem Beruf kommend, hast du es sicher leichter als die Schüler.[/quote]
Dein Wort in Gottes Ohr! :mrgreen:

Ich seh den Vorteil, dass ich auch schon im kaufmännischen Bereich Erfahrung gesammelt habe und die jetzige Ausbildung, klar. Und dass mit dem Alter vielleicht meine Weisheit endlich kam. Nunja, jedenfalls weiss ich jetzt was ich will.
Allerdings seh ich andere, die schon mit Anfang 20 total zielstrebig ihr Studium beginnen und bereits vorher total tolle Arbeiten abliefern, da komm ich schon ab und an ins Zweifeln ob ich überhaupt geeignet bin.

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