Bewerbungsphase und die berühmten Selbstzweifel

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goldenpanda
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Bewerbungsphase und die berühmten Selbstzweifel

 

Hallo alle miteinander,

Kurzbeschreibung zu mir: Ich hab KD studiert, nun bin ich fertig und stehe vor der scheinbaren Mammutaufgabe, einen Job zu finden. In dem Zuge habe ich auch schon einige Bewerbungen abgeschickt, darum soll es aber hier nicht gehen, sondern vielmehr darum, dass in vielen Stellenausschreibungen skills gefragt sind, die ich einfach im Studium nicht gelernt habe. In vielen Fällen sollte man am Besten die kompletten Programme der Creative Cloud auswendig können, nebenbei noch ein guter Teamplayer sein, ein erstklassiges Portfolio haben und mindestens zwei Jahre Berufserfahrung mitbringen.

Und in meiner Wahrnehmung scheint das für die meisten Leute, oberflächlich betrachtet, auch problemlos machbar zu sein. Vielleicht, weil ich die einzige bin, die diesen vielen Anforderungen nicht gerecht wird, vielleicht aber auch, (und das denke ich mir eher), weil einfach kein Mensch so richtig ehrlich drüber spricht, vielleicht auch, um sich selbst nicht bloßzustellen.

Wie geht es euch bei diesem Thema? Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Seid ihr schon über diese "Phase des Zweifelns" hinweg und belächelt mittlerweile euer altes Ich? Seid ihr vielleicht mittlerweile schon im Beruf und habt Praxiserfahrung? Ich stehe momentan vor diesem Berg Fragen und bin gespannt auf Antworten, Anregungen, etc. von Euch! 

Danke, schönen Mittwoch noch und viele Grüße 

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Blacksmith
Beiträge: 3372

Hm, mein erster Gedanke war: wenn in den Auschreibungen etwas anderes verlangt wird als du mitbringst, bewirbst du dich auf die falschen Jobs.

Evtl. hast du auch das "falsche" studiert für die Jobs die du machen willst. Letztlich liegt es aber an dir diese Differenzen selbst aufzuarbeiten. Nach dem Studium ist vor dem "Studium". Eigentlich fängt das Lernen jetzt erst richtig an ;) Und damit bist du sicher nicht allein.

Auf der anderen Seite haben die meisten Arbeitgeber aber auch das Problem das sie nicht in einer arbeitnehmerverständlichen, bzw. speziell designerverständlichen Sprache kommunizieren können was sie wirklich brauchen. Viel zu häufig finden sich in Jobbeschreibungen die immer wiederkehrenden gleichen Floskeln, aber keine Aussage zu dem was eigentlich gemacht werden soll.

Sehe das als wesentlich größeres Problem, als eine zu hohe Erwartungshaltung der Arbeitgeber.

Da werden "gute Fotografiekenntnisse" erwartet, damit dann und wann mal ein paar Mitarbeiterporträits gemacht werden können. Jmd. der im Fotobereich fit ist und den Job bekommen hätte, wäre aber schnell unzufrieden. Es ist eben genau andersherum wie mit den Fähigkeiten der Bewerber. Der Arbeitgeber ist auch schnell unzufrieden wenn die Fähigkeiten des Bewerbers nicht dem entsprechen was er vorgibt. Und so ist eben auch der Bewerber unzufrieden wenn der Job nicht der Beschriebung entspricht.

Was hältst du denn davon dir die Arbeit selbst zu machen? Also nicht unbedingt auf selbstständiger Basis. Aber du wirst ja eine Leidenschaft haben, und eine Vorstellung von einer Umsetzung. Schau doch mal wo da die Schnittmengen liegen. Vielleicht weiß dein perfekter Arbeitsplatz ja noch garnicht das er dich braucht?

Vielleicht magst du ja auch mal diese vermeintlichen "Lücken" in deinen Fähigkeiten benennen. Beschäftige mich stark mit dem Thema "was der Designausbildung fehlt um zukunftsfähig zu sein" (im weitesten Sinn), und da ist sicher einiger Optimierungsbedarf, was aber nicht den Studierenden zu Lasten gelegt werden darf.

Erste Schritte - hiermit fängt alles an.

Jo.ILO
Beiträge: 28

Hallo,

studiere zwar selber noch, aber habe oft gehört, dass Arbeitgeber gerne in Stellenausschreibungen den "optimalen Bewerber" beschreiben und man in der Regel nicht alles erfüllen muss, um genommen zu werden. Motivation, Lernbereitschaft und dass man einfach ins Team passt, sind ja oft fast wichtiger.

Diese Info stammt aber allgemein aus verschiedenen Erfahrungen/Branchen/Berichten, die ich so mitbekommen habe, nicht explizit auf die Gestaltungsbranche bezogen.

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