Erste Schritte

Das Aufziehen auf Pappen

Unter dem "Aufziehen" von Arbeiten versteht man normalerweise das Aufkleben der Bilder auf einen Träger. Dieser Träger muss nicht zwingend eine Pappe sein. Es kann ebenso das ggf. schon verwendete Zeichenpapier in entsprechender Größe sein, sofern es stabil genug ist. Ein Papiergewicht von etwa 300g/m² ist bei einer solchen Größe schon ratsam.
Die Pappe sollte größer als das Bild oder die Arbeiten selber sein. Das Ganze dient der Stabilisierung und der Ordnung, da man auch, falls es die Größe erlaubt, zusammengehörige Serien auf eine Pappe kleben kann.
Die Dicke, Farbe und Größe der Pappe wird meistens nicht von der FH oder Universität vorgeschrieben, allerdings hat sich in den meisten Mappenberatungsstunden ergeben, dass oft eine gewisse Farbigkeit gewünscht bzw. unerwünscht ist, obwohl das nicht als Information im Internet ersichtlich ist. Dabei gibt es dort auch Unterschiede. Manche bevorzugen eher graue, weiße und neutrale Pappen, andere sagen ganz einfach "Wenn es das Bild unterstützt, dann ist die Farbe die eigene Entscheidung". Auch ein Thema zur Diskussion ist, ob schwarze Pappen "erlaubt" sind oder nicht. Auch hier gibt es verschiedene Positionen. Die einen sagen: zu dunkel, zu großer Kontrast etc., andere sagen auch hier wieder: Wenn es zum Bild passt, ist es völlig okay.
Es ist also ratsam, dass man bei den Mappenberatungen einmal nachfragt, was gewünscht ist.
Auch das Gewicht sollte nicht zu groß sein. Wenn ihr 50 Bilder aufgezogen habt, solltet ihr darauf achten, dass eure Mappe ganz einfach nicht zu schwer wird.
Auch sollte man die Pappen nicht größer oder kleiner halten, als die vorgegebene Größe der Bilder sagt. Diese Information steht auch in den Bewerberinformationen z. B. im Internet.
Was für ein Kleber verwendet wird, variiert von Bewerber zu Bewerber. Die meisten nehmen Sprühkleber, den es in verschiedenen Sorten gibt - sofort klebend, permanent klebend, nochmal korrigierbar, wieder ablösbar etc. Bei Sprühkleber sollte man allerdings vorsichtig sein, weil man nicht nur das Bild, sondern auch seine Finger sehr schnell zusprühen kann.
Es gibt noch mehrere Möglichkeiten, die Bilder aufzuziehen. Man kann zweiseitig klebende Folie kaufen, Teppichklebeband oder Fotoklebeecken verwenden (die runden oder eckigen, meistens 1 cm mal 1 cm großen Ecken, die man in Fotoalben benutzt, nicht die sichtbaren Fotoecken, die die Bildecken umfassen und somit sichtbar - und hässlich - sind) oder sogar zum Klebestift greifen. Je nach Wunsch und Geldbeutel steht einem dort alles frei.

Übrigens redet man beim Aufziehen der Bilder in diesem Fall nicht von Passepartouts. Nicht verwechseln!

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